Ein Steinchen im Mosaik des Friedens sein


„Der Friede sei mit Euch!“ – Dieser Gruß des auferstandenen Christus motiviert, ein Steinchen im Mosaik des Friedens zu sein – so Papst Leo XIV. in einer aufrüttelnden Betrachtung im Petersdom. Werfen wir einen Blick in die „Nachbarschaft“ um dort, wo wir gebraucht werden, ganz konkret einen Beitrag zu friedlichem Miteinander zu leisten! Verbinden wir im Gebet um Frieden unsere begrenzten menschlichen Möglichkeiten mit den unendlichen Möglichkeiten Gottes!

Ein Steinchen im Mosaik des Friedens sein

Paul Faulhaber, Diözese Innsbruck

 

In diesen Tagen der Osterzeit hören wir immer wieder den auferstandenen Christus sagen: „Der Friede sei mit Euch!“ (Joh 20,21) – gleichzeitig sind wir mit nicht enden wollenden Nachrichten über Gewalt, Hass, Krieg und Tod konfrontiert.

Das Pontifikat von Papst Leo XIV. steht von Beginn an unter dem Aufruf zum Frieden. Seine ersten Worte nach der Wahl waren; „Der Friede sei mit euch allen!“ Seither hat der Papst immer wieder den Aufruf zum Frieden erneuert und jüngst wieder eindringlich zum Gebet für den Frieden aufgerufen.

Die Betrachtung bei der Gebetsvigil am 11. April im Petersdom ist aufrüttelnd. Den Regierenden ruft der Papst zu: „Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg! Wahre Stärke zeigt sich im Dienst am Leben.“

Aber auch Jede und Jeder von uns aufgerufen ist, ein Steinchen im Mosaik des Friedens zu sein: „Bekehren wir uns zu einem Reich des Friedens, an dem Tag für Tag in den Häusern, in den Schulen, in den Stadtvierteln, in den zivilen und religiösen Gemeinschaften gebaut wird, indem wir durch Freundschaft und durch eine Kultur der Begegnung der Polemik und der Resignation den Boden entziehen. Lasst uns wieder an die Liebe, an Mäßigung und an gute Politik glauben. Bilden wir uns entsprechend und bringen wir uns persönlich ein, jeder entsprechend seiner Berufung. Ein jeder hat seinen Platz im Mosaik des Friedens!“

Dazu braucht es nicht viel: „Ein wenig Glaube, ein Krümelchen Glaube genügt, ihr Lieben, um gemeinsam, als Menschheit und mit Menschlichkeit, dieser dramatischen Stunde der Geschichte zu begegnen.“

Aus unserem christlichen Glauben heraus, aus der Zusage, dass der auferstandene Christus uns seinen Frieden gibt, dürfen wir auf die Kraft des Gebets vertrauen. Es ist wichtig, immer wieder den Blick in die „Nachbarschaft“ zu werfen und sich zu fragen, wo wir gebraucht werden, ganz konkret einen Beitrag zu friedlichem Miteinander zu leisten. Und es ist wichtig, vertrauensvoll ins Gebet zu bringen, wofür unsere Möglichkeiten und Kräfte zu gering erscheinen, denn „das Gebet ist nämlich kein Zufluchtsort, um uns unserer Verantwortung zu entziehen, es ist kein Betäubungsmittel, um den Schmerz zu vermeiden, den so viel Ungerechtigkeit auslöst. Es ist vielmehr die selbstloseste, umfassendste und wirkungsvollste Antwort auf den Tod: Wir sind ein Volk, das bereits aufersteht! …

Das Gebet lehrt uns zu handeln. Die begrenzten menschlichen Möglichkeiten verbinden sich im Gebet mit den unendlichen Möglichkeiten Gottes. Gedanken, Worte und Taten sprengen so die teuflische Fessel des Bösen und stellen sich in den Dienst des Reiches Gottes: eines Reiches, in dem es weder Schwerter noch Drohnen, weder Rache noch Verharmlosung des Bösen und auch keinen ungerechten Gewinn gibt, sondern allein Würde, Verständnis und Vergebung.“

Den vollständigen Wortlaut der Betrachtung von Papst Leo XIV. gibt es hier zum Nachlesen: Wortlaut: Betrachtung von Leo XIV. bei der Gebetsvigil am 11.4.2026 - Vatican News

Beten wir mit dem Papst um den Frieden:

 

Herr des Lebens,

du hast jeden Menschen nach deinem Bild und Gleichnis geschaffen.

Wir glauben, dass du uns zur Gemeinschaft geschaffen hast, nicht zum Krieg,

zur Geschwisterlichkeit, nicht zur Zerstörung.

 

Du, der du deine Jünger mit den Worten „Friede sei mit euch“ begrüßt hast,

schenke uns den Frieden,

und die Kraft, diesen Frieden in der Geschichte zu verwirklichen.

Heute beten wir für den Frieden in der Welt,

und bitten die Nationen, den Waffen abzuschwören

und den Weg des Dialogs und der Diplomatie zu wählen.

 

Entwaffne unsere Herzen von Hass, Groll und Gleichgültigkeit,

damit wir Werkzeuge der Versöhnung werden können.

Hilf uns zu verstehen, dass wahre Sicherheit

nicht aus angstgetriebener Kontrolle entsteht,

sondern aus Vertrauen, Gerechtigkeit und Solidarität unter den Völkern.

 

Herr, erleuchte die Führer der Nationen,

damit sie den Mut haben, Projekte des Todes aufzugeben,

das Wettrüsten zu beenden

und das Leben der Schwächsten in den Mittelpunkt zu stellen.

Möge die nukleare Bedrohung nie wieder die Zukunft der Menschheit bestimmen.

 

Heiliger Geist,

mach uns zu gläubigen und schöpferischen Gestaltern des Friedens im Alltag:

in unseren Herzen, unseren Familien,

in unseren Gemeinschaften und Städten.

Möge jedes freundliche Wort, jede Geste der Versöhnung

und jede Entscheidung für den Dialog die Saat sein für eine neue Welt.

 

Amen.

 

(Quelle: Videobotschaft „Bete mit dem Papst“: Für Abrüstung und Frieden (5. März 2026))

 

Mag. Paul Faulhaber, Fachreferent für Weggemeinschaften und Pastorale Innovation

 

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

Kategorie: Blog, Missionarische Pastoral

Datum: 13.04.2026

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