Hinführung 2. Sonntag der Fastenzeit


Wieder nimmt uns der Text des Evangeliums mit in ein Naturerlebnis, auf einen hohen Berg. Dort kommt es zur Erfahrung des Heiligen, zur Gottesbegegnung. In der Verklärung Jesu wird deutlich: In ihm kommt Gott den Menschen nahe. Die Ehrfurcht bleibt, aber sie verwandelt sich in Vertrauen.

 

Hinführung zum Evangelium des zweiten Sonntags der Fastenzeit am 01. März 2026: Mt 17,1-9

Wieder nimmt uns der Text des Evangeliums mit in ein Naturerlebnis, auf einen hohen Berg. So mühsam der Aufstieg auch sein mag, so spektakulär ist die Erfahrung, die sich auf einem Gipfel bietet. Es wundert daher nicht, dass Berge in der Bibel häufig zu Schauplätzen besonderer Gotteserfahrungen werden.

Dieses Setting lässt bereits erahnen, dass etwas Besonderes bevorsteht: im kleinen Kreis, umgeben von den Jüngern, die sich im späteren Verlauf auch mit Jesus im Garten Getsemani befinden (vgl. Mt 26,37), besteigt Jesus einen Berg, auf dem sich eine Art ‚österlicher Vorgeschmack‘ auf die Auferstehung entfaltet.

Die Verklärungsszene bietet hierbei eine Antwort auf die vorangegangenen Geschehnisse des Evangeliums: Die Frage nach der Identität Jesu, das Messiasbekenntnis des Petrus und die erste Leidensankündigung Jesu gehen der Stelle direkt voraus (vgl. Mt 16,13-28). Die Schilderung greift mit den Motiven des leuchtenden Gesichtes und der Stimme aus den Wolken auf eine biblische und jüdisch geprägte Bildsprache zurück, Mose und Elija sind zwei der bedeutenden Propheten des Judentums. Mose gilt als Vermittler der Tora und Elija als der letzte Prophet, der vor dem Kommen des Messias erwartet wurde, sie beide stehen als Vertreter der Gottesoffenbarung und als Vorboten des Kommenden an Jesu Seite und haben zudem beide in ihren eigenen biblischen Erzählungen Gottesbegegnungen auf einem Berg.

Die Himmelsstimme bestätigt, wie schon bei der Tauferzählung, Jesus als Sohn Gottes und fügt auffordernd den Zusatz: „(…) auf ihn sollt ihr hören!“ (vgl. Mt 17,5) hinzu.

Wie bei anderen Gottesbegegnungen in der Heiligen Schrift führt die Erfahrung des Heiligen zunächst zur Furcht, die Jünger lassen sich zu Boden fallen. Die Begegnung mit dem Heiligen erfüllt sie nicht als bloße Angst, sondern als Ehrfurcht vor der Herrlichkeit Gottes.

Doch Jesus spricht: „Fürchtet euch nicht.“ So wird deutlich: In ihm kommt Gott den Menschen nahe. Die Ehrfurcht bleibt, aber sie verwandelt sich in Vertrauen.

 

Fragen zum Weiterdenken:

  • Welche Erfahrungen haben meinen Glauben besonders gestärkt und wie wirken sie bis heute nach?
  • In welchen Situationen neige ich dazu mit Angst oder Unsicherheit zu reagieren?
  • Mit wem im Leben teile ich meine „Bergmomente“ und wer begleitet mich auf meinem Weg?

 

Text und Bild: Mag. Elena Mizrachi – Fachreferentin Bibelpastoral

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 23.02.2026

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