Zweiter Sonntag nach Weihnachten


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierten gibt es hier jede Woche kurze Gedanken zum Sonntagsevangelium mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung zweiter Sonntag nach Weihnachten 2026, 04.01.2026, Joh 1,1-18

Zwischen dem Hochfest der Gottesmutter Maria und dem Fest der Erscheinung des Herrn lesen wir den sogenannten Prolog des Johannesevangeliums. Das Wort Prolog kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Vor-Wort“ oder „Vor-Rede“. Ein Vorwort will einen Einstieg geben, eine Inhaltsangabe oder einfach das Folgende spannend machen. Mit diesem Prolog macht der Evangelist alles zugleich, wenn er vom Wort, vom Licht und vom Fleisch redet.

Interessant sind schon die ersten Worte: „Im Anfang war …“ Dies erinnert uns an das Buch Genesis, dem Beginn der Bibel. Dort heißt: „Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde.“ (Gen 1,1) Im dritten Vers heißt es im Buch Genesis: „Dann sprach Gott: Es werde Licht. Und es wurde Licht.“ Durch das Wort Gottes wird die Welt erschaffen. Im Prolog zeigt uns der Evangelist, dass Jesus das Wort ist, durch das Gott am Beginn der Schöpfung alles ins Leben rief.

Jesus wird als „das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“ (Joh 1,9) beschrieben. Jesus will Licht für alle Menschen sein. Er ist „gekommen, damit sie das Leben haben, und es in Fülle haben.“ (Joh 10,10) Jesus will, dass alle Menschen geheilt und gerettet werden, wie sein Name sagt: Jesus – Gott heilt, Gott rettet.

„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Gottes ewiges Wort wird menschlich in Jesus und in dieser Welt erfahrbar. Jesus ruft uns Menschen zur Entscheidung, dass wir uns von Gott beschenken lassen, in seinem Licht leben und dadurch die Dunkelheit in unserem Leben abschütteln.

 

Fragen zum Weiterdenken:

  • Was steht „im Anfang“, am Beginn meines Glaubens?
  • Wie kann ich mit meinen Worten sagen, dass Jesus das Wort Gottes ist, dass Jesus Licht für alle Menschen ist und dass durch Jesus Gott unter uns wohnt?
  • Was kann ich beitragen, dass die Welt, in der ich lebe, lichtvoller wird?

 

Martin Lesky, Leiter des Pastoralen Bereiches ZUKUNFT.glauben

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr A

Datum: 29.12.2025

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