33. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 33. Sonntag im Jahreskreis, 16.11.2025, Lk. 21,5-19

Claudia Hubert, Referentin Berufungs- und Hochschulpastoral, ZUKUNFT.glauben

 

Vergänglichkeit und Vertrauen

Die Jünger stehen staunend vor dem Tempel in Jerusalem: mächtige Mauern, goldene Tore, Weihgeschenke von Königen. Ein Symbol für Gottes Nähe und Israels Stolz.
Doch Jesus schaut tiefer. Er sieht, was die Menschen nicht sehen wollen: Nichts Irdisches bleibt für immer. Selbst das Schönste, das Heiligste, kann vergehen. Diese Worte Jesu sind nicht Zerstörungswut, sondern Realismus. Wir alle wissen: Dinge, auf die wir unser Herz setzen – Erfolg, Gesundheit, Besitz, sogar Institutionen – sind vergänglich. Jesus öffnet uns die Augen, damit wir das Bleibende suchen: Gott selbst.

Jesus spricht offen von Kriegen, Erdbeben, Verfolgung. Das klingt beängstigend, und doch ist seine Botschaft keine Angstpredigt. Er sagt ausdrücklich: „Erschreckt nicht!“ Warum? Weil solche Erschütterungen nicht das Ende sind, sondern Teil des Weges. Auch unser Leben kennt Brüche: eine Diagnose, ein Verlust, eine Krise in der Welt. Aber gerade in solchen Momenten kann der Glaube reifen. Das Evangelium lehrt uns nicht, Leid zu vermeiden, sondern es in Hoffnung zu bestehen.

Deswegen kann Jesus in dieser Situation sagen: „Das wird euch Gelegenheit geben, Zeugnis abzulegen.“ Das ist bemerkenswert. Aus dem, was andere als Katastrophe sehen, macht Gott eine Chance zum Zeugnis. Christlicher Glaube zeigt sich nicht in guten Zeiten, sondern wenn es schwer wird – wenn wir trotzdem Vertrauen bewahren, trotzdem lieben, trotzdem hoffen. Manchmal geschieht dieses Zeugnis ganz still: im geduldigen Aushalten, im treuen Dienen, im mutigen Wort für die Wahrheit.  „Durch euer standhaftes Ausharren werdet ihr das Leben gewinnen“ Das ist die große Zusage Jesu. Nicht der schnelle Erfolg zählt, sondern die Treue. Das Leben, das Jesus meint, ist mehr als bloßes Überleben. Es ist ein Leben, das selbst im Leiden Sinn behält – weil es in Gott verankert ist.

„Ausharren“ bedeutet nicht stures Durchhalten, sondern ein Glauben, der sich von der Liebe Gottes tragen lässt. So können wir sagen: Wer Gott vertraut, verliert am Ende nichts, auch wenn vieles fällt.

 

Fragen zum Weiterdenken:

  • Wo gibt es in meinem Leben kleine oder große Brüche?
  • Wo bin ich gefragt „auszuharren“?
  • Wo finde ich das Bleibende – Gott?

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

Hier als PDF

 

 

Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 10.11.2025

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