30.Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 30. Sonntag im Jahreskreis, 26.10.2025, Lk 18,9-14.

Julia Ornezeder, Studentin und Organisationsassistentin in ZUKUNFT.glauben

 

Wir alle kennen Menschen, die sich gern gut darstellen – die immer betonen, was sie erreicht haben oder wie erfolgreich sie sind. Und schnell denken wir: Ich bin nicht so, ich bin viel bescheidener. Doch vielleicht geht es uns manchmal gar nicht so anders. In unserer Welt wird überall gelehrt: „Tue Gutes und rede darüber!“, ob in der Werbung, in der Politik oder manchmal sogar in der Kirche.

Jesus erzählt dazu ein Gleichnis (Lukas 18,9–14): Zwei Männer gehen in den Tempel zum Beten. Der eine, ein Pharisäer, zählt seine guten Taten auf und dankt Gott, dass er besser ist als andere, auch als der Zöllner, den er sieht. Der Zöllner wiederrum, wagt kaum aufzublicken und bittet nur: „Gott, sei mir Sünder gnädig.“ Und Jesus sagt: Der Zöllner geht gerechtfertigt nach Hause – nicht aber der Pharisäer.

Der entscheidende Unterschied ist: Wo liegt unser persönlicher Fokus?
Der Pharisäer sucht Sicherheit in sich selbst, in seinen Leistungen. Der Zöllner schaut auf Gott und vertraut auf seine Barmherzigkeit. Wer auf sich selbst schaut, findet immer auch Schuld, Schwäche und Angst. Wer auf Gott schaut, entdeckt Liebe, Annahme und Geborgenheit.

Wenn wir auf uns schauen, sind wir stark – solange alles gelingt. Aber wenn das Leben schwierig wird, versiegen unsere Kräfte schnell. Wenn wir auf Gott schauen, bleibt die Quelle lebendig. Jesus ist das „lebendige Wasser“, das uns neuen Mut schenkt, wenn wir leer sind, und neuen Wert, wenn wir uns klein fühlen.

Christen sind keine besseren Menschen, aber sie wissen, woher ihre Kraft kommt: aus der Liebe Gottes. Diese Liebe ist fest gegründet in Jesus Christus. Er sagt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn hingab, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“

Darum: Schauen wir nicht auf uns selbst, sondern auf Jesus. In ihm finden wir Liebe, Vergebung und die Kraft, unser Leben mit Zuversicht zu leben.

 

Fragen zum Weiterdenken:

  • Was hindert mich manchmal daran, Gott wirklich zu vertrauen – mein Stolz, meine Angst oder mein Zweifel?
  • Wie könnte mein Blick auf Jesus im Alltag ganz praktisch aussehen – im Gebet, im Umgang mit anderen oder in schwierigen Momenten?

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

Hier als PDF

 

 

Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 20.10.2025

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