Hinführung 23. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 23. Sonntag im Jahreskreis, 07.09.2025, Lk 14,25-33

Gudrun Guerrini, Gemeindeberaterin in der Diözese Innsbruck, Mitglied der Weggemeinschaft Hall-Schönegg


JüngerIn Jesu sein – was ist der Preis?

Vielen Menschen begleiten Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem. (V25). Wiederholt spricht Jesus auf diesem Weg das Thema JüngerIn-Sein und Nachfolge an. Im heutigen Sonntagsevangelium geht er darauf ein, was JüngerIn-Sein fordert. Es bedeutet:  

  • in den Spuren Jesu zu gehen (V 27) und zu leben – Jesus voran, Jesus zuerst!
  • familiäre Beziehungen hintan zu stellen (V 26) – auch Jesus relativiert seine eigenen familiären Beziehungen und stellt seine Sendung voran (Lk 8,19-20)
  • auf Besitz zu verzichten – (V 31) - eines der Lieblingsthemen des Evangelisten Lukas

Anhand des Doppelgleichnisses vom Turmbau (V28-30) und dem Feldzug des Königs (V 31-32) wird verdeutlicht, dass die Entscheidung zur Nachfolge wohl überlegt und geprüft werden muss. Dabei sein ist -in diesem Fall - nicht alles! Mitgehen ist nicht gleich nachfolgen.

Eine Entscheidung zu treffen, bedeutet immer, sich von anderen Möglichkeiten zu verabschieden und etwas zurückzulassen. Etwas aufzugeben fällt leichter, wenn die Entscheidung von einem Wunsch, einer Sehnsucht oder einer Vision getragen ist und wenn die Hoffnung besteht, etwas „Größeres“ zu gewinnen. Nicht getroffene Entscheidungen rauben Energie und können zur Belastung werden. „Nichts verschafft mehr Ruhe als ein gefasster Entschluss“ (Charles Maurice de Talleyrand).

Wie kann Nachfolge heute aussehen und was bedeutet es, in den Spuren Jesu zu gehen? Vor nicht allzu langer Zeit galt es in unserem Land noch als „normal“, katholisch zu sein. Mittlerweile haben sich die Vorzeichen verändert. Glaube: Ja oder nein? Die Antworten gehen auseinander und die Auswirkungen sind in Familien, Freundeskreisen und in Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar. Werden Lebenswenden in freien Ritualen oder durch Sakramente gefeiert? Welchen Stellenwert hat der Sonntag und was hat Priorität? Ist es einfach hinzunehmen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht oder soll Politik da „eingreifen“? Wie positioniert man sich als ChristIn zu solchen und ähnlichen Fragen?

Nachfolge zeigt sich in den großen und kleinen Entscheidungen des Lebens und muss immer wieder neu buchstabiert werden. Es kann passieren, dass man auch Nachteile in Kauf nehmen muss. Was dennoch trägt ist das Vertrauen in Gott und die Vision von Gottes neuer Welt (=Reich Gottes), das Jesus auf unvergleichliche Art vorgelebt hat.

 

Fragen zum Weiterdenken:

  1. Gab es in deinem Leben Momente, an denen du dich entschieden hast, den Glauben ernsthaft und konsequent leben zu wollen?
  2. Worauf verzichtest du, um authentisch als ChristIn zu leben? Was „gewinnst“ du dabei?

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 01.09.2025

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