Fünfter Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierten gibt es hier jede Woche kurze Gedanken zum Sonntagsevangelium mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung zum Evangelium des fünften Sonntags im Jahreskreis am 08. Februar 2026: Mt 5,13-16

„Bad news is good news.” Dem Motto des Journalismus, wonach eine schlechte Neuigkeit eine gute Nachricht ist, weil sie Einschaltquoten und Geld bringt, diesem Motto könnte man das Wort von der „Sensation des Guten“ entgegenstellen:

Ihr Jünger*innen Jesu, lasst euer Licht leuchten! (vgl. Mt 5,14) Die Menschen sollen das Gute sehen, das ganz unspektakulär in eurer Gemeinde getan wird.

Diese Aufforderung Jesu hat nichts egoistisches an sich, wie zB: Tu' Gutes und rede davon! Oder stell' dich zur Verfügung und hab stets ein Kamerateam dabei. Nein! Denn über die guten Taten zu sprechen, ist Sache der anderen: Sache derer, die die guten Werke der Jünger*innen sehen. Sie sollen sie weitersagen.

Die, die in die Jünger*innenschaft Jesu eintreten, müssen damit rechnen, aufzufallen. Sie sind herausgehoben, sie werden gesehen; man schaut auf sie, ob sie es wollen oder nicht. „Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.“ (Mt 5,14) Jesus hat seinen Jünger*innen nicht eine ruhige, unauffällige Existenz zugedacht. Sie wird Menschen neugierig machen; sie wird bewundert oder verspottet werden. Menschen werden ihnen Fragen stellen. Das kann unangenehm werden, aber so will es Jesus: heilsam provozieren. Die Menschen sollen an den herausgehobenen Jünger*innen nicht vorbeikommen können. Sie sollen aufmerksam werden auf sie. Jesus hat seinen Jünger*innen zugesagt, dass sie einfach durch ihre Art der Lebensführung wirken werden wie Salz (vgl. Mt 5,13). Denn als Salz verhindern sie, dass unsere Gesellschaft faul wird. Und die Jünger*innen Jesu werden durch ihren ungewohnten Blick auf Dinge Geschmack und Genießbarkeit ins gesellschaftliche Treiben bringen.

Im Verlauf der Geschichte lief die Kirche in verschiedenen Ländern immer wieder Gefahr nicht mehr durch Andersheit aufzufallen und sich dadurch der Gesellschaft anzupassen, um „in“ zu sein. Dadurch hat sie ihren Auftrag verfehlt. Licht, Bergstadt und Salz machen die Würde der Gemeinde Jesu aus. Eine Gabe und Herausforderung!

Fragen zum Weiterdenken:

  • Die Kirche ist in ihrem Wesen missionarisch. Lebe ich auch missionarisch – durch das, was ich spreche oder durch meine Art der Lebensführung?
  • Sorge ich selber dafür, dass meine gute Tat bekannt wird?
  • Jesus will, dass das Neue, das er begonnen hat, ausstrahlt. Wer imponiert mir, weil er/sie mit dem Licht Jesu aufgesteckt lebt?

 

Mag. Marion Prieler, MA - Pfarrseelsorgerin Seelsorgeraum St. Pius X. - Rum - NeuRum

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

 

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr C

Datum: 02.02.2026

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