11. Sonntag im Jahreskreis


Für die Weggemeinschaften und alle Interessierte gibt es hier jede Woche eine kurze Erklärung des Sonntagsevangeliums mit Fragen zum Weiterdenken.

Hinführung 11. Sonntag im Jahreskreis, Mk 4, 26-34
Silke Rymkuß, Referentin der Katholische Jugend

Die nächsten zwei Sonntage erzählt Jesus uns vom Gottesreich. Dies tut er mit Hilfe von Gleichnissen, die aus dem Alltag stammen – zumindest von Landwirt*innen und Hobbygärtner*innen. ;)

In beiden Gleichnissen des 11. Sonntages geht es um das Wachsen von Saat.
Im ersten Gleichnis wird die Saat ausgesät. Und dann: Die säende Person legt sich schlafen, steht auf, der Tag vergeht und die Person geht wieder schlafen und immer so weiter bis zur Ernte. Kein Kontrollieren, kein Gießen, kein Fortbilden, kein Lesen von Fachzeitschriften... ! Nur die Gewissheit, dass der Samen keimt und wächst. Welch ein Vertrauen und welch eine Gelassenheit werden hier beschrieben. Das zweite Gleichnis erzählt davon, womit wir das Gottesreich vergleichen können: Aus dem Kleinsten wächst etwas Großes, das alles überragt, das herbergt und Schutz gibt.

Das Vertrauen darauf, dass das Gottesreich schon hier auf Erden ist, möchte Jesus mit diesem Gleichnis herausstellen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass das Gottesreich wächst und sicht- und spürbar wird. Das Reich Gottes ist in unserer Welt schon ausgesät. Ganz klein ist es schon da. Wir können es kaum wahrnehmen.

Die Pastorin Susann Kropp spricht von „Das-Reich-Gottes-ist-schon-da-Momenten". Diese Momente fühlen sich für jeden ganz anders an. Sie spürt Gottes Nähe, wenn ihr unverhofft geholfen wird oder sie ihr Glück gar nicht fassen kann. Aber auch im Großen, wenn Feindschaften überwunden werden, Konflikte beigelegt werden, Diskriminierung und Ungerechtigkeiten benannt werden. (vgl. Göbel, E., Jansen H.(2023): Die Bibel in Sketchnotes, Echter Verlag Würzburg)

Ich spüre die Gottes Nähe oft während meiner Arbeit. Erst letzten Mittwoch beim Studientag zum Pat*innenamt. Es ging viel um den Umgang mit Menschen, die der Kirche fern oder ausgetreten sind. Es war sehr viel Wertschätzung und Wohlwollen zu spüren. Und wer weiß, vielleicht hat genau dieses den Menschen einen „Das-Reich-Gottes-ist-schon-da-Momenten" beschert. Dann heißt es gelassen sein und vertrauen, dass der Samen aufgeht.


Fragen:

Wann hatte ich das letzte Mal ein „Das-Reich-Gottes-ist-schon-da-Moment"? Ist dabei in mir was gewachsen?

Wie kann ich anderen Menschen einen „Das-Reich-Gottes-ist-schon-da-Moment" schenken?

Glaube ich daran, dass Gottes Samen auch in Menschen aufgehen kann, die Gott und seiner Kirche fern sind? Kann ich „Gott machen lassen"?

 

 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der missionarischen Pastoral der

Diözese Innsbruck, www.geistreich.tirol

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Kategorie: Hinführung, Lesejahr B

Datum: 16.06.2024

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