Mit dem Evangelium auf dem Weg


Für die Weggemeinschaften und das persönliche Nachdenken daheim finden Sie hier die Hinführung zum Sonntagsevangelium vom 3. Fastensonntag

3. Fastensonntag (B), 07.03.2021, Joh 2,13-25, Hinführung
Jakob Bürgler, Bischofsvikar für missionarische Pastoral

Der Bericht von der Tempelreinigung ist Teil aller vier Evangelien. Während die Synoptiker (Matthäus, Markus, Lukas) die Szene in den Kontext von Leiden und Sterben Jesu setzen, stellt Johannes die Erzählung an den Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu. In beiden Akzentuierungen bildet das Paschafest den „Aufhänger". Das bedeutet: Es geht ganz wesentlich um Sendung und Vollmacht Jesu, um die Bedeutung seiner Hingabe und Auferstehung.

Johannes gliedert seinen Bericht in zwei Teile. Zuerst geht es um die Vertreibung von Verkäufern und Geldwechslern, dann um den neuen Tempel im Leib Jesu. Während im ersten Teil die Würde des alten Tempels im Vordergrund steht, führt der zweite Teil weit darüber hinaus. Die „alte Kultstätte" verdichtet sich in das Opfer Jesu hinein. Der neue Tempel ist die Person Jesu.

Den Abschluss beider Teile bildet je ein „Erinnerungswort". Anlässlich der Reinigung des Tempels erinnern sich die Jünger an das Wort der Heiligen Schrift: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren. Und bei der Streitrede über Niederreißen und Wiederaufrichtung des Tempels in drei Tagen erinnern sich die Jünger an das Wort Jesu, dass er nach drei Tagen wieder auferstehen werde.

Interessant ist der Hinweis, dass zum Paschafest viele zum Glauben an Jesu Namen kommen. Sie sehen die Zeichen, die er tut. Das klingt wie ein Vorausklang an das österliche Pascha, bei dem viele – trotz äußerlichem Scheitern – zum Glauben kommen. Für sie wird Tod und Auferstehung Jesu zum Zeichen, das sie zum Glauben führt.

Besonders hinweisen möchte ich auf das Moment der „Erinnerung". Die Jünger erinnern sich an Worte (der Heiligen Schrift und Jesu), und diese Erinnerung öffnet ihnen die Augen. Die Schriftworte deuten das, was sie erleben.

Fragen zum Weiterdenken:
1. Gibt es für mich ein Wort der Heiligen Schrift, das für mich zum Deutungswort im Leben geworden ist?
2. Welche „Zeichen" haben mich zum Glauben geführt?


 

 

Hinführungen der Weggemeinschaften - ein Projekt der Missionarischen Pastoral der Diözese Innsbruck

Wer die Hinführung wöchentlich per email als pdf zugeschickt bekommen möchte, melde sich bei martin.lesky@dibk.at

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Diözese Innsbruck
Msgr. Mag. Jakob Bürgler
Bischofsvikar für missionarische Pastoral
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A-6020 Innsbruck

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